ENERGIEWENDE SAARLAND E.V.

Podiumsdiskussion am 27. April 2016 in Saarbrücken: Atomausstieg und Energiewende – eine Erfolgsgeschichte?

Eine deutsch-französische Betrachtung zum 30. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl – mit Simultanübersetzung in Deutsch/Französisch. von Peter Wünsch

Es ist ein Trauerspiel, wie wenig sich Frankreich in puncto Atomausstieg bewegt. Woran liegt es, dass die Franzosen so stark an der zivilen Nutzung der Atomenergie festhalten, obwohl die weltweiten Katastrophen in Tschernobyl und Fukushima zeigen, dass diese Technologie nicht sicher ist? Liegt es an der Trägheit und dem geringen Willen, an der Technologiegläubigkeit oder den eingefahrenen zentralen Strukturen in unserem Nachbarland? Verhindert der künstlich niedrig gehaltene Energiepreis für Strom einen zügigen Aufbau von Stromerzeugungs-Alternativen?
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Starker Ausbau der Windenergie an Land in 2015

von Tim Acker

In Deutschland sind nach Angaben der Deutschen Windguard im vergangenen Jahr 1.368 Windkraftanlagen neu errichtet worden, 253 sind abgebaut worden. Insgesamt sind demnach 1.115 Anlagen netto dazu gekommen. Zusammen bringen die neuen Anlagen eine Nennleistung von 3.536 Megawatt (MW), die in einem durchschnittlichen Windjahr ca. 1,4 bis 1,5 Prozent des deutschen Stromverbrauchs liefern können. Damit hat das Jahr 2015 zwar nicht das Rekordjahr 2014 erreicht, in dem insgesamt 4.750 Megawatt neu dazu kamen, immerhin war es war aber das zweibeste Jahr.
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Endlagerprojekt Bure – ein Atomklo mitten in der Großregion

Gastbeitrag: Markus Pflüger, Antiatomnetz Trier, www.antiatomnetz-trier.de

Verhindert Bure die Energiewende und sichert den Weiterbetrieb von Cattenom und anderen Atomkraftwerken?
Das französische Dorf Bure liegt 150 Kilometer Luftlinie von der deutsch-französischen Grenze in der Großregion Saar-Lor-Lux-Rheinland-Pfalz. Der Ort mit seinen etwas über 80 Einwohnern gehört zum Departement Meuse in der Region Lothringen, seine südwestliche Grenze ist auch die Grenze zum Département Haute-Marne. Continue reading

Die Welt nach Fukushima

von Friedhelm Chlopek

März 2011: Fukushima
Fünf Jahre nach dem atomaren Super-GAU in Japan ist Fukushima zum Inbegriff der Gefahren von Atomkraftwerken geworden. Vor Fukushima konnte man Bundeskanzlerin Angela Merkel noch sagen hören: „Wenn ich sehe, wie viele Kernkraftwerke weltweit gebaut werden, dann wäre es wirklich jammerschade, sollten wir aus diesem Bereich aussteigen.“ (Rede bei der BDI-Jahrestagung, 15.06.2009). Nach Fukushima hat sich alles verändert, jedenfalls in Deutschland. Continue reading

Krise der Nuklearpolitik als Chance der Energiewende in Frankreich

von Kajo Breuer

Als Mitte vergangenen Jahres die französische Nationalversammlung eine „Energiewende“ verabschiedete, vermuteten nicht wenige Beobachterinnen und Beobachter, es sei eine Art symbolischer Akt, um beim Klimagipfel in Paris mit ambitionierten Zielen zu glänzen. Inzwischen zeigt sich verstärkt, dass die französische Energiewende nicht nur aus ökologischen Erwägungen angestrebt wurde, sondern vor allem aufgrund der krisenhaften Entwicklung der Nuklearindustrie. Continue reading

Das Versprechen der Umweltministerin Barbara Hendricks: Die Treibhausgas-Emissionen sollen bis 2050 um 80 bis 95 % gesenkt werden

Von Friedhelm Chlopek

In einem rührenden Finale, dass das ZDF nicht besser hätte inszenieren können (denn immerhin hält auch das ZDF bei allen großen Shows eigentlich die Zeit an), wurde bei der Klimakonferenz in Paris nicht weniger als die Rettung der Welt beschlossen. Oder anders ausgedrückt: Alle Regierungen wollen gemeinsam den Klimawandel bekämpfen. Continue reading

Der Markt soll alles richten: Zum Weißbuch der Bundesregierung „Ein Strommarkt für die Energiewende“

AnslingerVon Winfried Anslinger

Der Ausbau von Wind, PV und Bioenergiekapazitäten greift mittlerweile tief in die technischen und wirtschaftlichen Regelmechanismen der Strommärkte ein. Unerwünschte Folgen sind u.a. Netzengpässe, negative Strompreise und die Abregelung von EEG Anlagen, die für nicht verkauften Strom entschädigt werden müssen. Auch haben Fehlanpassungen Zusatzkosten verursacht. All dies treibt die Strompreise für Endkunden hoch, während Großabnehmer weitgehend verschont bleiben. Continue reading

Energiewende auf Französisch

Breuer

Von Kajo Breuer

Mitte Juli verabschiedete die französische Nationalversammlung ein Gesetz zur „Transition énergétique“, dem Pendant zur deutschen „Energiewende“. Die Botschaft: mehr Erneuerbare, weniger CO2, weniger Atomkraft. Was ist davon zu halten? Was bedeutet das Gesetz für die deutsch-französische Zusammen-arbeit in unserem Grenzraum? Continue reading

Woher der Wind weht

ChlopekVon Friedhelm Chlopek

Warum wir die Energiewende Saarland e.V. brauchen

Man könnte es vorsichtig so formulieren, dass das Verhältnis zwischen den vier Energieriesen E.ON, RWE, Vattenfall und EnBW und denjenigen, die die Energiewende vorantreiben, angespannt ist. Denn um es provokativ auf den Punkt zu bringen: Die „großen Vier“ wollen die Energiewende gar nicht. Continue reading