ENERGIEWENDE SAARLAND E.V.

Was kostet der Klimaschutz

Wer hat Angst vor den Bürger*innen? Die neue AEE-CO2-Umfrage zeigt: Die Bevölkerung will den Klimaschutz und ist längst bereit, sich zu beteiligen.

Berlin, 19. September 2019 – Klimaschutz ist mehrheitsfähig geworden. Eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien zeigt, die Mehrheit der Bürger*innen spricht sich dafür aus, die mit einer CO2-Abgabe eingenommenen Gelder wieder in den Klimaschutz fließen zu lassen.

Wie viel Klimaschutz wollen wir und was sind wir bereit, dafür zu zahlen? Dieser Tage, mit Blick auf das Klimakabinett und den internationalen Klimastreik, geistert diese Frage durch die Köpfe der Regierung. Während sie noch debattiert, wie sie mit Klimaschutzmaßnahmen möglichst niemanden weh tut, sind sich die meisten Bürger*innen einig, dass jede*r einen Beitrag leisten sollte. Schließlich geht es um die Zukunft unseres Landes, um unsere Zukunft und die unserer Kindeskinder.

So ist die CO2-Abgabe in weiten Teilen der Bevölkerung längst akzeptiert und selbst mit Blick auf die Verwendung der Einnahmen durch diese, sind die Bürger*innen sehr progressiv. Das geht aus einer aktuellen Umfrage* der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) hervor. Auf die Frage, in welcher Form der Staat die Einnahmen aus einer künftigen CO2-Bepreisung an die Bürger*innen zurückgeben soll, sprachen sich 40 Prozent dafür aus, mit den Geldern Investitionen von Privathaushalten in Energiesparen bzw. Erneuerbare Energien finanziell zu unterstützen. 30 Prozent finden, der Staat sollte jeder* Bürger*in den gleichen Geldbetrag überweisen.

„Unsere Umfrage unterstreicht, dass wir den Bürger*innen viel mehr zutrauen können, als es bisher getan wurde“, sagt Dr. Robert Brandt, Geschäftsführer der AEE. „Eine sozialverträgliche Energiewende heißt nicht, dass jede*r bloß Geschenke für *ihren Beitrag zum Klimaschutz erhält. Ganz im Gegenteil. Wir bräuchten Maßnahmen, wir bräuchten ein Umdenken, davon würde letztendlich unsere Gesellschaft in großem Stil profitieren“, so Brandt. „Und das möchte sie auch.“ An der Umfrage kann abgelesen werden, dass die Menschen bereit sind, ihren CO2-Fußabdruck zu senken, und die Gelder für klimafreundliche Technologien wie Wärmepumpen und Pelletheizungen nutzen würden. Das wiederum trägt dazu bei, den so wichtigen Wärmebereich zu dekarbonisieren.

Eine CO2-Steuer oder -abgabe kann zudem helfen, die Kosten für den Klimaschutz sozial gerecht zu verteilen. Der CO2-Ausstoß einkommensschwacher Haushalte ist gemeinhin geringer als in höheren Einkommensklassen. Gleichzeitig wäre es möglich, ihnen die Entlastungen in größerem Umfang zugutekommen zu lassen. Immerhin knapp ein Viertel der Befragten sprach sich dafür aus, die Einnahmen durch einen CO2-Preis in Form von Unterstützung bei Sozialleistungen für wirtschaftlich benachteiligte Bevölkerungsgruppen zurückzugeben. Für die Nutzung der Gelder zum Abbau der Staatsschulden sprachen sich lediglich elf Prozent aus.

Entscheidend aber ist, dass die große Mehrheit der Befragten, die sich für finanzielle Unterstützung beim Energiesparen und bei Investitionen in Erneuerbare Energien ausgesprochen haben, deutlich macht, dass bei allem die Erneuerbaren Energien nicht vergessen werden dürfen. „Wir dürfen nicht die dafür bestrafen, die den Weg in Sachen Klimaschutz seit Beginn mit uns gehen“, betont Brandt. „Wir müssen schnell handeln, um die Erneuerbare-Energien-Branche in unserem Land bei ihrer Arbeit zu unterstützen und ihnen faire Wettbewerbsbedingungen zu ermöglichen.“

* Zur Methodik
Die Umfrage ist eine Online-Umfrage von YouGov Deutschland GmbH im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien. 1.003 Personen haben daran zwischen dem 10.09.2019 und 13.09.2019 teilgenommen. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

Schaffen wir das? Der Energiewende neuen Schwung zu verleihen?Eine Veranstaltung der Energiewende Saarland e.V. mit Dr. Simone Peter

Die Veranstaltung der Energiewende Saarland e.V. „Der Energiewende neuen Schwung verleihen“ fand am Mittwoch, 28. September 2019, in der Malzeit in Saarbrücken rücken statt. Eingeladen hatte die Energiewende Saarland e.V.. Im Mittelpunkt stand die jetzige Präsidentin des Bundesverbandes erneuerbarer Energie, die ehemalige saarländische Umweltministerin Dr. Simone Peter. Eine gutaufgelegte, fast schon tiefenentspannte Simone Peter gab in der ersten Stunde der Veranstaltung einen kompletten Überblick über den jetzigen Stand der Dinge bei der Energiewende.
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Der Energiewende neuen Schwung verleihen!

Einladung zum Vortrag

Wir, der Verein „Energiewende Saarland e.V.,“ haben Simone Peter, ehemals Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, heute Präsidentin des Bundesverbandes Erneuerbare Energien (BEE), eingeladen, um über die aktuelle Lage und die Perspektiven in der Klimapolitik zu informieren. Continue reading

Es ist noch immer gut gegangen

Von Kajo Breuer

„Et hätt noch emmer joot jejange.“ So lautet der Artikel 3 des Rheinischen Grundgesetzes. „Es ist noch immer gut gegangen.“ Als gebürtigen Rheinländer ist mir dieses optimistische Diktum vertraut und symphatisch.

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Entscheidungshilfe beim Heizungswechsel: Der Wärmekompass ermittelt, welche Heizung den alten Kessel ersetzen kann

Agentur für Erneuerbare Energien veröffentlicht auf Basis von Daten des Instituts für Energiewirtschaft und Rationelle Energieanwendung einen Online-Wärmekostenrechner.

Berlin, 05.04.2019 – Wer vor der Entscheidung für eine neue Heizung steht, kann jetzt den Wärmekompass nutzen, der herstellerunabhängig Heizungssysteme hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit und Klimabilanz vergleicht. „Unser Kompass bietet privaten Heizungsbesitzern und -planern, aber auch Kommunalvertretern und Gewerbetreibenden, eine Berechnung mit einer unabhängigen Vollkostenanalyse auf Basis der tatsächlichen Verbrauchsdaten“, erklärt Dr. Robert Brandt, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE), die Funktionsweise. „Die Realität lässt sich zwar nicht eins zu eins in Algorithmen übersetzen, aber der Kompass kann eine Orientierung bieten“.
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Gedanken zur Bewegung „Fridays For Future“

Von Kajo Breuer, Bürgermeister der Landeshauptstadt Saarbrücken a.D. und Mitglied des Vorstandes der Energiewende Saar e.V.

Allein in Deutschland gingen in den vergangenen Wochen und Monaten zigtausende Schülerinnen und Schüler auf die Straße, um für durchgreifende Maßnahmen gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Begleitet werden die Aktionen von Kommentaren, Urteilen, Ratschlägen, von Bekundungen der Begeisterung und des Missfallens gleichermaßen. Die Politik schwankt zwischen zynischer Ablehnung, skeptischer Beobachtung, paternalistischem Wohlwollen und parteilicher Vereinnahmung. Gründe und Anlässe genug, sich über die Bewegung und ihre Begleiterscheinungen ein paar Gedanken zu machen.
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Tiere helfen uns, Energie zu sparen

Eierschalen haben einen speziellen Verbundwerkstoff. Er besteht u. a. aus Calciumcarbonat und einer proteinreichen Fasermembran.
Forscher des Karlsruher Instituts für Technologie und des Helmholtz-Instituts Ulm fanden heraus, dass das Pulver von zermahlenen Eierschalen leitfähig ist. Besonders die Schalen von Hühnereiern besitzen außergewöhnliche elektrochemische Eigenschaften. Sie können Lithiumionen sehr gut speichern. Continue reading

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