Selbstverschuldetes Schlusslicht bei der Windkraft

2018 wurden nur vier Windkraftanlagen im Saarland genehmigt, 2017 keine einzige. Damit wird nicht einmal der derzeit niedrige Stand zu halten sein.

Vielmehr wird die rote Laterne bei den Erneuerbaren Energien noch lange beim Saarland verbleiben. Dass man dem selbst gesteckten Ziel, bis 2020 bei der Stromerzeugung 20 % aus Wind, Sonne und Biomasse zu erreichen (deutschlandweit sind es 2018 schon über 40% gewesen), dennoch nahe kommen könnte, kann sich die Landesregierung nicht zugute halten. Denn es beruht lediglich auf dem massiven Herunterfahren der Kohlestromerzeugung durch Stilllegungen und Kaltreserve, z.B. in Bexbach und Weiher. Künftig wird das Saarland vom „Energieland“ zum Stromimporteur werden, weil die Landesregierung viel zu lange an der Kohle festgehalten und die erneuerbaren Energien ausgebremst hat.

Leider ist keine Kursänderung in Sicht.

Kommentar der Energiewende Saarland e.V. zu einem Beitrag in der Saarbrücker Zeitung vom 3. Januar 2019