Energiewende Saarland e.V.

Klimaschutz in Deutschland heute

/Friedhelm Chlopek

Klimaschutz in Deutschland heute. Was bedeutet das, auch vor dem Hintergrund der unglaublichen Folge der gigantischen Hurrikans IRMA, JOSE und KATIA. Die Studie des Berliner Thinktank Agora Energiewende, vorgestellt am Donnerstag, beschäftigt sich mit dem Thema.

Die Studie des Berliner Thinktank Agora Energiewende

Und sie stellt dieser Bundesregierung ein Zeugnis aus, in dem das Fach Klimaschutz klar mit der Note mangelhaft bewertet wird.
Prompt kam auch die Antwort aus der Politik. Die Bundesumweltministerin sprach von einer „äußerst negativen Einschätzung“ durch die Studie.
Konkret geht es darum, dass Deutschland bis 2020 50 Millionen Tonnen mehr CO2 ausstossen wird als ursprünglich als Ziel vereinbart. Bis 2020 sollten bezogen auf das Jahr 1990 40% weniger an CO2 ausgestoßen werden.

Als Gründe macht die Studie unter anderem einen steigenden Verbrauch fossiler Energien aus. Umweltschützer schlagen Alarm. Michael Schäfer, Klimaexperte der Umweltstiftung WWF meint, dass die Klimaschutzbilanz der aktuellen Regierung nicht mehr als ein ungenügend verdient.

Die Ergebinsse der Studie im Überblick

  • Ohne weitere Maßnahmen wird Deutschlands Klimaziel für 2020 drastisch verfehlt
  • Die wesentlichen Ursachen für höhere Emissionen: Niedrige CO2- und Ölpreise, höheres Wachstum.
  • Ein deutliches Verfehlen des CO2Klimaschutzziels würde dem internationalen Ansehen Deutschlands erheblich schaden
  • Um noch so nah wie möglich an das Klimaschutzziel 2020 zu kommen, ist ein unmittelbar im Koalitionsvertrag verankertes Sofortprogramm „Klimaschutz 2020“ unumgänglich.

Hier können sie die Studie downloaden

 

Eine Mauer der Schweigens

Menschen, die sich mit dem Thema Umweltschutz beschäftigen, stoßen mit ihrem Thema immer mehr auf eine Mauer des Schweigens. So sehen das jedenfalls die Autoren des „Generationenmanifests“, dass am Donnerstag, 7. September 2017, in Berlin vorgestellt wurde. In ihrem 10 Punkteplan verlangen sie mehr Rücksicht auf künftige Generationen. Dies erfordere eine entschiedene Klimapolitik – ebenso den Einsatz für Frieden, Entwicklung und eine saubere Umwelt. Doch gerade beim Umweltschutz stoße man auf eine Mauer des Schweigens und des Verdrängen, meint Joachim Schellnhuber.

40 Unterzeichner aus Wissenschaft, Kultur und Wirtschaft verlangen unter anderem den Ausstieg aus den fossilen Brennstoffen bis 2040 sowie das festschreiben der „Generationengerechtigkeit“ im Grundgesetz. Mehr zu Thema finden Sie hier unter Generationenmanifest. Wer sind wir?

Einen weiteren, interessanten Beitrag zu diesem Thema aber auch zur aktuellen Lage der Wirbelstürme gibt der Klimaexperte Karsten Brand dem Sender Phönix.

Ein weiterer Artikel vom gleichen Autor zum Thema Dieselskandal finden Sie hier

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